Es läuft… das Ziel kommt näher…


Habe mir beim letzten Termin im Vinzenc-KH in Paderborn von meinem Arzt noch einmal sehr genau das neuste CT erklären lassen. Das versteifte obere Sprunggelenk durchbaut  sich zunehmend. Aber es braucht eben seine Zeit. Somit habe ich noch gut 90 Tage um weiter Schritt für Schritt mit den Unterarmgehstützen mein Laufpensum zu erhöhen. Zusätzlich trainiere ich jetzt fast täglich an einem Ergometer speziell für Rollstühle. In 30 Minuten ca.10km.

So kann ich schon mal für die ersehnten Fahrradtouren üben. Die Pinpflege hat jetzt zusätzlich eine dauerhafte Behandlung mit einer Salbe aus Providon-Iod. Hat den Vorteil, dass die Haut um die Pinne nicht mehr so austrocknet und der Spannungsschmerz beim Auftreten sich in Grenzen hält. Die Kontrolle der Blutwerte hat gute Werte ergeben, nur der Leberwert ist etwas erhöht. Das ist leider der Langzeitbehandlung gegen die Thrombose geschuldet. Naja man kann nicht alles haben. Aber es wird ……..


 

Hab Gustav für den 20.05.19 gekündigt.


Ja es ist kaum zu glauben, aber der Termin für die Abnahme des Ringfixateurs steht. Sind zwar noch 4 Monate die ich tapfer weiter meistern muss, aber Ende ist in Sicht. Laut meines Arztes in Osnabrück sieht es mit dem CT gut aus, was diese Prognose zulässt. Der CT-Bericht selbst ließt sich etwas anders. Der Wortlaut ist fast der selbe wie im August…..   Ist es wirklich so, oder hat da jemand nur den Text kopiert. Dieser Bericht hat mir nicht sehr gut getan. Fühle mich etwas hilflos. Werde bei meinen nächsten Termin im KH in Paderborn mir das CT nochmal genau erklären lassen. Fühlt sich doch alles so gut an.

  • Täglich 5 – 10km auf dem Ergometer speziell für den Rollstuhl (Leihgabe von meinem Physiotherapeuten – seine Tochter sitzt im Rollstuhl)
  • 2x wöchentlich Gerätetraining
  • 1x wöchentlich Reha-Sport
  • jeden Tag Lauftraining mit den Unterarmgehstützen

Ich mache einfach weiter….


 

7 Monate mit Gustav ……


7 Monate…. unglaublich was mein Mann und ich schon geschafft haben. Haben die letzten Tage des alten Jahres an der Nordsee verbracht. Nach einem 1 1/2Jahr mußte das sein. War zwar ein logistischer Aufwand, aber diese Auszeit hat uns sehr gut getan. Die Ferienwohnung kannten wir schon von früheren Urlaubstagen und sie war für den Rollstuhl geeignet.

Die Pinne und der gesamte Fuß an der Fußsohle schmerzt mir schon seit 4 Wochen. Es wird jeden Tag besser, aber es ist wie ein Rückschlag. Hatte beim RehaSport auch alles schön für die Füße mitgemacht. Tat mir ja auch gut auf dem Wackelkissen. Da haben sich wohl durch diese Walkbewegung im Vorfuß Faszien gelöst. Den nächsten Tag hab ich dafür gebüßt. Mein Fuß war etwas überwärmt. Es jodelten die Nerven. Wollten bestimmt ihr Diplom machen.

Solche Aktivitäten sollte man auf die Zeit nach dem Ringfixateur verlegen. Die Nerven lagen jetzt über Wochen regelrecht blank. Die Teilbelastung kann ich jetzt langsam wieder steigern. Aber von den 50kg bin ich leider noch weit entfernt. Wird wohl noch ein paar Tage dauern. Aber der Spruch … Sport ist Mord … hat ein Fünkchen Wahrheit.

Erste Schritte…. mit neuen Ideen


Seit einer Woche übe ich jetzt jeden Tag.

LAUFEN mit Unterarmgehstützen,  LAUFEN ist es ja nicht wirklich… eher den Fuß auf dem Boden stellen und sich vorwärts bewegen. Aber das Gefühl eines aufrechten Ganges macht mich sehr glücklich. Vorsichtig, mit viel Gefühl, sehr langsam und nur wenige Meter unter Aufsicht in der Wohnung.

Für diese Übungen habe ich mir natürlich einen Schuh gemacht und eine Fixateur-Husse mit einer Sohlen-Socke. So etwas ist bei mir ja ein schon Muss!!!

 

 

5. Monat ……


Ich glaube es kaum…. 5 Monate geschafft.

Ein langer depressiver Monat liegt hinter mir. Nun geht es wieder aufwärts und ich mache große Fortschritte bei der Teilbelastung. Bin jetzt bei 40kg und es geht auf den ersten wirklichen Schritt zu. Mit Unterarmgehstützen, viel Kraftanstrengung und der Hilfe lieber Freunde habe ich es geschafft ins Kino zu gehen. Mehrere Stufen zur Unendlichkeit, aber es war die Anstrengung wert. Ich gehörte wieder dazu, auch wenn der Rollstuhl neben den Sitz parkte.

In drei Wochen ist der nächste Kontrolltermin im Krankenhaus. Ich hoffe es ist alles auf dem richtigen Weg. Die Mühe und die viele Arbeit dafür muss sich einfach auszahlen.

Für meine eigene innere Ruhe habe ich einen guten Ausgleich gefunden. Ihr habt es sicher schon bemerkt…. ich NÄHE.

Es gibt nix für Gustav, was ich ihm anziehen könnte. So ist die eigene Kollektion entstanden und wird ständig erweitert… denn….

DER WINTER NAHT…..


 

Immer noch schmerzhaft…


Jeden Tag das gleiche Spiel, aber Dank meines sehr pingeligen Mannes, habe ich bis heute noch keine Entzündung an den Pinnen gehabt. Er reinigt sie immer mit in Octenisept getränkten Mullkompressen. Damit bekommt man den Schorf besser weg. Pinne werden kontrolliert und Schorfreste an den Pinnen mit einer desinfizierten Pinzette entfernt. Ist aber immer schmerzhaft. Habe festgestellt, dass ich morgens schmerzresistenter als abends bin. Aber alles besser, als eine Entzündung.


 

1/3 der Zeit ist geschafft

 


Ja ich glaub es kaum, Gustav und ich sind nun schon 4 Monate eine Wohngemeinschaft. Nun wird es Zeit wieder einmal den Ist-Zustand zu dokumentieren. Die Teilbelastung liegt jetzt zwischen 30 und 35 kg. Mehr ist noch nicht möglich. Die Pinne lassen es nicht zu. Durch die Belastung und Bewegung löst sich immer etwas Haut im Inneren an den Pinnen. Dadurch wird der Kanal an den Pinnen etwas enger und ist bei Belastung schmerzhaft. Nach und nach kommt die abgelöste Haut an die Oberfläche und kann bei der Reinigung mit entfernt werden. Danach ist die Beweglichkeit um die Pinne wieder besser. Bis zur nächsten Runde.

So sehen meine Pinne nach 4 Monaten aus:

Zur Zeit bekomme ich noch 2x wöchentlich Lymphdrainage und Krankengymnastik am Gerät. Will doch fit für den ersten Schritt werden!


 

Hamsterrad


Langsam komme ich mir vor, wie in einem Hamsterrad oder täglich grüßt das Murmeltier.  Leider geht es mir nicht allein so, mein Mann ist täglich mit den gleichen Dingen konfrontiert und auch er hat so seine Probleme damit.

Pinpflege, kochen , waschen, putzen, einkaufen und die vielen Dinge wo er mir immer Hilfestellung geben muß, sind in Summe schon ein Volltagsjob und dann noch die eigentliche Arbeit dazu. Da bleibt die Kraft und der Antrieb oft auf der Strecke.

Mir selber geht es da auch nicht anders. Ich verbringe meine Zeit größtenteils zu Hause. Ablenkung, Beschäftigung und solche Dinge sind auch immer wieder das Selbe. Etwas mehr Mobilität wäre schon schön, aber ich muss und darf es nur langsam angehen. Es soll dieses Mal alles ordentlich ausheilen. Habe keine andere Option mehr.

Für einen Menschen der vor Energie sprüht, 1000 Ideen hat und 999 davon auch meistens umsetzt, ist dies einen totale Vollbremsung.

Ich bewundere die Menschen, die einen Angehörigen pflegen und auch noch eine Familie haben und meist noch selbst zur Arbeit gehen. UND DAS JAHRELANG.


 

 

1/4 des Lebens mit Gustav

Ja richtig…. alles soll einen Namen haben. Ich habe meinen Ringfixateur GUSTAV getauft.


Vor einer Woche war wieder ein Kontrolltermin in der Fußsprechstunde in Osnabrück. Diesmal wurde ein CT gemacht. Ich war sehr nervös, denn von dem Termin hin für mich so viel ab. Die ständige Angst…. wächst es zusammen!!!!

Das CT sagt …. JA …. ist auf einem guten Weg.

Mein Arzt ist sehr zufrieden und seine Erwartungen wurden erfüllt. Ich soll mit der Teilbelastung so weitermachen. Also hinstellen und Fuß im Stand belasten. Die nächsten zwei Monate auf 40 kg steigern.

Der erste Schritt kommt dann später….. aber er kommt.